Pirelli: nach Reis-Reifen die Guayule-Reifen
Pirelli: nach Reis-Reifen testet nun Pirelli die Guayule-Reifen
17/12/2015

Pirelli bestätigt seine innovative Vene, sowie auch seine Aufmerksamkeit für den Umweltschutz mit dem Einsatz, auf den Teststrecken, des ersten Reifens, der aus natürlichen Stoffen besteht, die aus dem Guayulestrauch gewonnen worden sind.

Das ist das Ergebnis einer Vereinbarung vom März 2013 zwischen dem italienischen Reifen-Hersteller und Versalis (chemische Gesellschaft der ENI Gruppe), um “ein gemeinsames Forschungsprojekt zu starten, in dessen Mittelpunkt den Einsatz von Guayule-Naturkautschuk für die Reifen-Produktion steht”. Das dreijährige Engagement sieht die Versorgung innovativer Typen von aus Guayule gewonnenem Kautschuk vor, die von Pirelli zur Herstellung von Reifen sein werden.

Nach etwas mehr als zwei Jahren beginnt Pirelli die Funktionsprüfungen der neuen UHP-Reifen (die aus dem Wüstenstrauch Guayule gewonnen werden) auf den Rennstrecken in Vizzola und Balocco durch den Einsatz eines Autos, womit die Reifenabdeckungen starker beansprucht werden können: die Maserati Ghibli.

Der italienische Hersteller hat in dieser Hinsicht keine Anstrengungen unterlassen, indem es die neuen Reifen, selbst auf nassem Asphalt, schwer belastet hat. Die Ergebnisse? Er zeigte dabei die gleiche Performance wie die Vergleichsreifen, die synthetische Polymere aus chemisch hergestellten Ölen enthalten.

Warum guayule einsetzen? Das Parthenium Argentatum (das ist der wissenschaftliche Name der Pflanze) gehört nicht zu den Nahrungspflanzen, gedeiht mit wenig Wasser sowie ohne Pestizide, und ist daher eine Alternative zum Kautschukbaum (Hevea Brasiliensis), dank auch seiner hypoallergischen Eigenschaften.

Interessant sind diese Ergebnisse vor allem in Bezug auf die letzte COP21-Konferenz über den Umweltschutz. Sie bestätigen das Engagement seitens Pirelli, Reifen durch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe mit geringer Umweltbelastung herzustellen.

Der italienische Hersteller stellt schon Reifen aus Reishülsen gewonnenen Silika (die nicht essbaren Teile, die von der Nahrungskette nicht entfernt und daher üblicherweise verbrannt werden).

Der Einsatz der “Green Chemistry” seitens der Hauptreifenhersteller wird Pflanzenresten zu wertvollen Protagonisten der industriellen Herstellung von Reifen machen, die sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile bieten wird.

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